Private Krankenversicherung: Ausweg aus der Gesundheitsreform?

Nachdem die Koalition aus FDP und CDU/CSU eine Einigung in der Gesundheitsreform erzielen konnte, stehen den Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erneut finanzielle Einschnitte bevor. So soll der Beitragssatz von zur Zeit 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent des Einkommens steigen. Hinzu kommen die Zuzahlung bei Medikamenten, Praxisgebühr und gegebenenfalls der Zusatzbeitrag.

Mitglieder der GKV können sich diesen Kosten nur schwer entziehen. Es gibt allerdings auch Anbieter für eine private Krankenversicherung (PKV). Deren Angebote überzeugen meist durch Leistungen, die eine GKV nicht oder nicht in einem vergleichbaren Umfang bieten kann, und günstige Beiträge. Vor dem Wechsel hilft ein ausführlicher Vergleich der privaten Krankenversicherung, um das passende Angebot der vielen Versicherer zu finden. Der Leistungskatalog der Versicherungsunternehmen unterscheidet sich ebenso, wie mögliche
Beitrags-Zugeständnisse bei Selbstbehalt des Versicherungsnehmers.

Allerdings steht nicht allen zur Zeit ca. 70 Millionen gesetzlich versicherten Deutschen eine private Krankenversicherung offen. Bevor in Deutschland ein Angestellter beispielsweise den Kreis der etwa neun Millionen privat versicherten erweitert, muss dessen Brutto-Jahresgehalt drei Jahre lang mehr als 49.950 Euro betragen. Diese Hürde gilt nicht für  Selbständige.

Wer nun in eine private Krankenversicherung wechseln möchte, sollte sich vor diesem Schritt auch klarmachen, dass der Beitragssatz abhängig vom Gesundheitszustand und Alter berechnet wird. Jungen Menschen wird daher der Wechsel häufig (finanziell) leichter gemacht, als Menschen, die kurz vor dem Ruhestand stehen. Und auch in der privaten Krankenversicherung sind Beitragserhöhungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare

Kommentarfunktion ist deaktiviert