Eigenheimfinanzierung mit der Riester-Rente
Die Finanzierung von Wohneigentum stellt einen enorm großen Aufwand dar, der einer guten Organisation bedarf. Gerade bei solchen Summen ist es sehr wichtig, alle möglichen Vergünstigungen, die erhältlich sind, auch in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen der Wohn-Riester-Rente gibt es eine Möglichkeit, die Finanzierung des Eigenheims in Verbindung mit der privaten Altersvorsorge zu fördern. Auf diese Weise wird die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge ebenfalls bedient.
Die Zinsen, die für Darlehen, die zur Baufinanzierung aufgenommen werden, bezahlt werden müssen, können eine erhebliche Belastung darstellen. Wird das Wohneigentum mit der sogenannten Wohn-Riester-Rente finanziert, kann zumindest dieser Teil des Darlehens zinsfrei aufgenommen haben. Bei diesem Verfahren darf ein Riester-Sparer einen Teil des Kapitals aus einem bestehenden Riester-Vertrag entnehmen. Das so aufgenommene Darlehen muss jedoch bis spätestens zum 65. Lebensjahr vollständig getiligt sein. Die Tilgung erfolgt in Raten und muss spätestens im zweiten Jahr, in dem das Haus oder die Wohunng erworben wurde, begonnen werden.
Das Darlehen, für das weder Zinsen noch Steuern berechnet werden, ist jedoch an die Eigennutzung gebunden. Wenn die Immobilie vor vollständiger Rückzahlung des Darlehens verkauft oder vermietet, also nicht selbst genutzt wird, muss die restliche Darlehenssumme, die noch nicht getilgt wurde, wieder in einen Vertrag zur Altersvorsorge einbezahlt werden. Wird dies nicht gemacht, so geht der Anspruch auf die staatlichen Fördermittel verloren. Diese müssen somit zurückbezahlt werden.
Rententips von Experten zufolge, handelt es sich bei der Riester-Rente um eine attraktive Möglichkeit der privaten Altersvorsorge. Denn durch diese lassen sich Steuerersparnisse realisieren und der Sparer kann von staatlichen Förderungen profitieren. Außerdem bestehen vielfältige Möglichkeiten, einen Riester-Vertrag abzuschließen. Dieser kann z.B. sowohl in Form eines Banksparplans, als auch eines Fondssparplans realisiert werden. Somit kann jeder Sparer den für sich besten Vertrag auswählen. Die Vertragsarten unterscheiden sich in Risiko und möglicher Rendite. Wie auch sonst bei jeder Geldanlage, muss der Sparer auch hier diese beiden Faktoren gegeneinander abwägen, um eine Entscheidung treffen zu können.
